| Anfang der 90er Jahre gingen deutsche Unternehmer von einem rückläufigen Spionagerisiko aus. Der politische Umbruch und das Ende des Kalten Krieges gaben ihnen Hoffnung - ein fataler Irrtum, wie u.a. eine Studie des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg (LfV-BW) belegt. Nach Wegfall politischer und militärischer Targets folgte zunächst Orientierungslosigkeit bei östlichen und westlichen Nachrichtendiensten. Doch sehr bald wurde deren neues Hauptziel definiert: Beschaffung von Wirtschaftsinformationen - eine Umschreibung für knallharte Wirtschaftsspionage. Noch größer erscheint den Unternehmen das Problem der Konkurrenzspionage. Der immer härter werdende internationale Wettbewerb läßt mehr und mehr Konkurrenten zu Methoden greifen, die unsere Schlagzeilen füllen. Um sich die lebenswichtigen Daten eines Unternehmens zu beschaffen, scheint jedes Mittel recht zu sein. Eine ganze Branche lebt heute im Auftrag der Konkurrenz von der Herstellung, dem Vertrieb und die Anbringung technischer Spionageeinrichtung oder Hacker-Angriffen auf Corporate Networks, die EDV und ISDN-Anlagen. Das allgegenwärtige Risiko vor technischen Spionageangriffen ist folglich kein Horrorszenario der Medien, sondern traurige Realität. Ganz im Gegenteil, vielfach werden die unsichtbaren Gefahren noch unterschätzt oder sogar völlig ignoriert. Anlaß gibt es allerdings weder zur Panik, noch zur Resignation. Vorausgesetzt man handelt. Die nachfolgenden Informationen sollen helfen, die eigene Situation realistisch einzuschätzen und Lösungswege aufzuzeigen. Manfred Fink |
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